Die Erfinder der ShowMatt Goldman, Phil Stanton und Chris Wink, die Erfinder der BLUE MAN GROUP, starteten 1991 ihre erste und sofort vielfach ausgezeichnete Bühnenshow im Astor Place Theatre in New York. Sie erhielten dafür den Obie Award, den Lucille Lortel Award und den renommierten Tony Award in der Kategorie «Unique Theatrical Production». Goldman, Stanton und Wink traten in den ersten drei Jahren der Spielzeit in New York gänzlich ohne Zweitbesetzungen auf. Seit den Gründungsjahren ist das Team der Blue Men weltweit auf über 40 und das der Musiker auf über 60 Mitglieder angewachsen. Alle Blue Men wechseln turnusmässig die Shows und sind an anderen Projekten in verschiedenen Kombinationen beteiligt. Was als Gruppe von drei Freunden begann, ist heute eine Organisation von rund 500 Mitarbeitern. In einem Interview beschreiben die drei Gründer, wie alles anfing: CHRIS WINK: Manchmal, wenn wir darüber nachdenken, wie weit es die BLUE MAN GROUP gebracht hat, dann kann man sich nur am Kopf kratzen. Vor allem wenn wir daran denken, wie alles begann im Endeffekt haben wir drei gesagt: Wie wäre es, wenn wir uns blau anmalen und Sachen aufführen. PHIL STANTON: Soweit ich mich erinnere, war eines der ersten Dinge, die wir taten, die Möbel aus dem Fenster des Wohnzimmers zu werfen, um Platz zum Bauen zu haben. CHRIS WINK: Stimmt. Dann fingen wir an, Trommeln zu bauen. Ich glaube, wir wussten instinktiv einfach, dass wir Trommeln brauchen. Das war so ein Gefühl. PHIL STANTON: Wir wollten ein ursprüngliches Element in unserer Show, etwas Kreatives und Schöpferisches. Das Problem war jedoch, dass wir weder Maler noch klassische Künstler waren. Also fragten wir uns: Wie kann man ein Trommler sein – denn nichts anderes waren wir – und zugleich kreativ und schöpferisch. Der Charakter des Blue Man war die Lösung. CHRIS WINK: Maler wie Jackson Pollock inspirierten uns. Er benutzt Farbe auf abstrakte Weise, um seine Gefühle auszudrücken. Wir lernten Farbe mit Musik zu verknüpfen. Ausserdem stellten wir fest, dass man einen Mangel an Talent durch Witz wettmachen kann. Das Trommeln und die Farben halfen uns, eine gewisse Ästhetik zu erzeugen, die einfach, musisch, komisch, visuell lebendig und ungewöhnlich ist. Der Blue Man möchte etwas erschaffen, um etwas herzustellen, auszudrücken oder etwas zu verwandeln. PHIL STANTON: Auch die Vaudeville-Darsteller zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren eine Quelle der Inspiration für uns. CHRIS WINK: Wir mussten einfach sehen, was sie taten, da sie, genauso wie wir, keine Handlung hatten. Wie eine echte Varietéshow. |
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